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»In manchen Unternehmen schlummert ungenutztes Potenzial. Nutzen Sie es!« (bbr-Editorial 4/2011)

Der Wirtschaft geht es gut! Allenthalben zeigen sich deutsche Unternehmen sehr zufrieden mit den Auftragseingängen. Bestellungen, ob Maschinen oder Material, belegen einen ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung. Nach einem guten Jahresbeginn ist das Wirtschaftswachstum derzeit zwar in einem eher moderaten Zustand, was an teils vorgezogenen Investitionen und noch immer an externen Faktoren und Einflüssen der Finanzmärkte liegt. Dennoch ist die Stimmung kurz vor der EMO – der Weltleitmesse der Metallbearbeitung –, die in diesem Jahr in Hannover stattfindet, sehr gut. Rund 2000 Teilnehmer aus 38 Ländern bieten den Besuchern eine Vielzahl an Innovationen – im Grunde nichts Neues, all diese Neuheiten.

Im Vergleich dazu mutet das hektische Auf- und Ab an der Börse eher suspekt. In Minutenschnelle wurden hier wieder Abermillionen von Euro und anderen Währungen verbraten, was für eine Berg- und Talfahrt an den internationalen Börsen sorgte. Auf der einen Seite bereits gesundete, sich erholende und stabile Unternehmen, die sich über die letzten Jahre von der Wirtschaftskrise wieder auf den Erfolgsast hocharbeiteten, auf der anderen Seite die Spezialisten, die scheinbar doch nicht so viel aus der Krisenzeit gelernt haben. Hochmoderne Computeranlagen sind kein Garant für stabile Börsensysteme.

Beispiele dagegen, wie moderne Unternehmen erfolgreich arbeiten, finden sich in dieser Ausgabe der bbr. Passend zur EMO in Hannover präsentieren sich Unternehmen mit ihren Produkten im besten Licht, respektive hoher Leistungsfähigkeit. Dass manch ein Hersteller bereits wieder an die hohen Umsätze vor der Krise angeknüpft hat oder kurz davorsteht, zeigen interessante Interviews mit sogenannten Familienunternehmen. Interessante Aspekte sind, welches Potenzial in den jeweiligen Betrieben schlummert und welche Märkte immer wichtiger werden – Stichwort China.

Weitere spannende Berichte beschäftigen sich mit der komplexen Bearbeitung von Rohren. Ob kleine Durchmesser, integriertes Messen, kleine Rohrstücke oder minimale Biegeradien; wichtig ist es, die gesamte Prozesskette zu betrachten und zu optimieren. Die schnellere Fertigung effizienterer Kraftwerke bei gleichzeitiger Kostenreduzierung etwa lässt sich nun mit der richtigen Schweißtechnik realisieren. Hierzu zählt das automatische Engspaltschweißen. Das Fügen mittels Wobbletracken oder Trennen per Feinschneiden erledigen moderne, vollautomatische Anlagen, in denen Laser, integrierte Sensorik und Steuerung aufeinander abgestimmt sind.

Für Umformvorgänge interessanter wird zudem die Simulation des Fertigungsprozesses. Hier spielen die Kompensation der Rückfederung und die passenden Randbedingungen beim Anwender eine große Rolle.

Dass bei all den neuen Techniken der Sicherheitsaspekt einen besonderen Stellenwert hat, zeigen Beispiele aus dem Karosseriebau und dem Biegen von Blechen. Ein automatisches Spannsystem dient ebenso zur Unfallverhütung wie ein 3D-Lasersicherheitsgitter. Auch bei der Verarbeitung von lasergeschnittenem Dickblech können Verletzungsgefahren auftreten. Diese zu vermeiden sorgen das optimierte Verrunden der Bleche einerseits, die sichere Handhabung mittels innovativem Vakuumsystem andererseits. Zur Sicherheit zählt auch die Luftreinigung bis in den Nanobereich, entsprechende Filtersysteme sorgen effizient für saubere Luft.

Martin Droysen
m.droysen@verlag-henrich.de

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